Die ersten paar Tage in Spanien

Nun sind ein paar Tage vergangen, seitdem wir nach Spanien umgezogen sind und erst langsam beginnt man es zu realisieren. Die Abschiedsparty, die Verabschiedung und der Umzug gingen an mir eher wie in Trance vorbei. Es war so viel zu koordinieren und zu planen, dass für mich nicht wirklich Zeit für einen geordneten Abschied blieb. Auf einmal saß man schon im Auto nach Spanien. Keine Zeit für großartige Abschiedsszenen.

Abschiedsparty

Nachdem alle Sachen von unserem netten Umzugsservice verstaut und der Laster abgefahren war, habe ich noch meine letzten Sachen gepackt, mich von der Familie verabschiedet, die Oma zum Bahnhof gebracht und mich dann auch die Piste gewagt. 16 Stunden Fahrt standen vor mir. Natürlich nicht am Stück. Ich schaffte es bis zur Dunkelheit gerade kurz vor die französische Grenze irgendwo in der Nähe von Freiburg. Dort ging es ins Hotel und fix und fertig schlief ich ein.

Am nächsten Tag stand ich früh auf. Meine Frau hatte mit den Kindern bei Nachbarn geschlafen und flog nun mit dem Flugzeug ab Hannover nach Barcelona. Das Filmteam begleitete sie, ich musste mir da also weniger Sorgen machen. Meine Fahrt ging ewig. Es goss wie aus Eimern und in Frankreich kann man nur 130 km/h fahren, bei Regen sowieso weniger. Wir hatten uns gegen 16.00 Uhr am Flughafen verabredet, doch ich schaffte es nicht und die Familie musste drei Stunden warten. Dafür war aber das Wiedersehen um so schöner, obwohl wir gerade mal einen Tag getrennt waren.

Haus Cerdanyola

Von dort aus ging es dann zu unserem Haus nach Cerdanyola del Valles. Ich hatte im Auto Schlafsäcke und Decken mitgebracht und so konnten wir unsere erste Nacht im neuen Haus ohne unsere Sachen aus dem Umzugslaster verbringen. Natürlich haben wir es noch einmal inspiziert und gleich eine Kakerlake entdeckt (La Cucaracha…). Das war aber wohl eher eine Quotenschabe, da wir seitdem keine dieser Spezies mehr gesehen haben.

Die erste Nacht haben wir einigermaßen gut hinter uns gebracht, der Boden war nur etwas hart. Am nächten Tag kam um 10.00 Uhr der Umzugslaster. Wir hatten beim Ausladen wieder kaum was zu tun, alles wurde von den beiden Jungs erledigt. Wir haben eigentlich nur gesagt, wo die Sachen hin sollen.

Nachdem der Laster weg war, haben wir mit dem Zusammenschrauben der Möbel begonnen und erkannt, dass dies noch ein paar Tage dauern wird. Egal, wir haben Zeit, der Spanier würde sagen: mañana, mañana… Wir haben uns somit gleich an den Lebensrhythmus angepasst. Spät aufstehen, mittags siesta, spät ins Bett und sich einfach keinen Stress machen. Wird es heute nicht fertig, wird es morgen. Das muss man als Deutscher erst lernen.

Linus im Umzugslaster

Am nächsten Tag war dann als Highlight gleich die Abflussleitung verstopft. Wie sich herausgestellt hat, waren in den Abwasserkanal Wurzeln reingewachsen, die unsere Abwassermengen aufgestaut haben. Aber auch das haben wir mit der spanischen Gelassenheit genommen. Der Vermieter hat es mit den Handwerkern trotzdem noch am gleichen Tag beheben können.

Am Wochenende ging es dann erstmal zum Strand. Allerdings wurde es Abend, bis wir mit dem Fernsehteam dort waren, weil sie immer noch was gedreht haben wollten. So haben wir uns für einen Strand in Barcelona entschieden, auf dem Sonntags generell die Massen hausen und der Strand abends dann dem entsprechend aussieht. Außerdem begann es leicht zu tröpfeln. Aber was soll’s, es war ein schöner und romantischer Moment.

Eine Reaktion zu “Die ersten paar Tage in Spanien”

  1. lene

    hallo hallo
    ich werde ab 2.jänner in girona wohnen und dort ab 11. jänner arbeiten. finde deine ablauf-liste wirklich genial, da weiss man wenigstens, wohin man gehen muss und was man braucht ;)
    kannst du mir bitte sagen, wie lange es dauert, bis ich den n.i.e. habe, wieviel das ganze kostet und ob ich ggf. schon vorher einen arbeitsvertrag unterschreiben kann?!
    danke & lg aus österreich
    helene